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DAI Mitgliedsvereine

Tagung: Intelligente urbane Infrastrukturen in Afrika und NRW

Wann:
23.09.2010 13.00 Uhr - 18.30 Uhr
Veranstalter:
AIV Mark Sauerland/Hagen
Kategorie:
DAI Mitgliedsvereine

Beschreibung

Der AIV Mark-Sauerland Hagen veranstaltet zusammen mit der Landesgartenschau Hemer 2010 GmbH das Symposium „Intelligente urbane Infrastrukturen in Afrika und NRW“. Afrika ist ein Hauptthema bei der Landesgartenschau. Veranstaltungsort ist Hemer.

Urbanes Jahrhundert
Im 21. Jahrhundert wird erstmalig die Mehrheit der Menschen weltweit in Städten wohnen. Das „Erfolgsmodell Stadt“ entwickelt dabei seine größte Dynamik in den Wachstumsregionen Asiens und Afrikas und nicht in den klassischen Industrieländern Europas und Amerikas. Die Anpassung der städtischen Infrastrukturen an die dort rasant wachsende Stadtbevölkerung und ihre sich erweiternden Bedürfnisse stellt die große stadtplanerische Herausforderung in diesem Jahrhundert dar. „Wenn die urbanen Infrastrukturen mit diesem Ansturm Schritt halten sollen, müssen wir sie intelligenter gestalten“, fordert richtigerweise der IT-Konzern IBM.

Intelligente Infrastrukturen
Was unterscheidet „intelligente“ von „banalen“ städtischen Infrastrukturen? Wer entwickelt das Know-how in diesem Bereich?
Banale Infrastrukturen sind solche, die die jeweiligen technischen Anforderungen erfüllen. Intelligente Infrastrukturen schaffen darüber hinaus Mehrwerte, in Bezug auf Ressourceneffizienz, Synergien mit anderen Infrastrukturen, erweiterte Nutzungsmöglichkeiten oder auch baukulturelle Werte. Das Know-how für den Einsatz intelligenter Infrastrukturen wird unter anderem auch in Nordrhein-Westfalen entwickelt.

Erfahrungen aus Deutschland und insbesondere NRW
Als „Industrieregion im Wandel“ hat Deutschland und insbesondere NRW einen umfangreichen Erfahrungsschatz, zunächst mit dem Auf- und anschließend mit dem Umbau städtischer Infrastrukturen. In der Vergangenheit wurden während der Industrialisierung Infrastrukturen für Verkehr, Energie, Wasser und Entsorgung in großem Stil und mit enormem finanziellen Aufwand aufgebaut. Spätestens seit der Öl- und Stahlkrise, dem Strukturwandel und der einsetzenden Schrumpfung im Ruhrgebiet und anderen Landesteilen Deutschlands hat sich der Umgang mit urbanen Infrastrukturen grundsätzlich gewandelt. Infrastrukturen werden nicht länger als einzelne, unabhängige Funktionssysteme verstanden, sondern in ihrem Wirkungszusammenhang mit dem komplexen System Stadt intelligenter umgestaltet, erweitert oder auch zurückgebaut.

Beispiele für den intelligenten Umgang mit Infrastrukturen
1. Die geplante „Ökostadt“ im Ruhrgebiet, die den CO2 -Ausstoß verringern will.
2. Der Abwasserkanal Emscher, der zukünftig auch das regionale Freiraumnetz des Ruhrgebiets bereitstellt.
3. Die Autobahn 42, die zum Identitätsraum „Parkautobahn Ruhr“ umgestaltet wird.
4. Die Mülldeponie Leppe, die zum regenerativen Energiestandort und Freizeitpark im Bergischen Land entwickelt wird.

Infrastrukturen in Afrika und in NRW
Mit diesem Verständnis intelligenter Infrastrukturen arbeiten deutsche und insbesondere auch nordrhein-westfälische Planer, Ingenieure und Verantwortliche auch in den Wachstumsregionen Afrikas. Die Tagung im Rahmen der Landesgartenschau in Hemer will Konzepte für intelligente Infrastrukturen aus Afrika und Deutschland zusammentragen und zeigen, wie diese sowohl in den wachsenden Regionen Afrikas als auch in der schrumpfenden Metropole Ruhr Anwendung finden.

Weitere Informationen: Programm

Kontakt: www.aiv-mark-sauerland.de



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