Ausstellung: "Dammerstock – Wohnen 100" vom 26.10.-1.12.2019 in Karlsruhe

Dammerstock

Die Einwohnerzahl Karlsruhes war nach der Jahrhundertwende rasant angestiegen. Angesichts des akuten Wohnungsmangels in den 1920er-Jahren stand die Stadt vor der Herausforderung, schnell günstigen und effizienten Wohnraum zu schaffen. Es galt, eine Siedlung zu errichten, die auf wenig Raum möglichst viel Komfort und erschwingliche Mieten bietet. Für die Bebauung des Dammerstock-Geländes im südlichen Teil der Stadt wurde ein städtebaulicher Wettbewerb ausgerichtet, aus dessen Einreichungen der Entwurf von Bauhaus-Gründer Walter Gropius als erster Preisträger hervorging. Die Eröffnung der Siedlung 1929 wurde von der Ausstellung "die gebrauchswohnung" begleitet, welche typographisch von Kurt Schwitters gestaltet wurde und 22 Wohnungstypen für die Öffentlichkeit zugänglich machte. Die neuen Wohneinheiten sollten durch ihre Funktionalität die Lebensqualität der Bewohner deutlich steigern.

Welche Lösungen für den akuten Wohnraummangel haben die Bauhaus-Architekten damals gefunden? Welche Versprechen haben sich erfüllt, was musste doch überarbeitet werden? Wie wohnt es sich heute in den verschiedenen Typen der Gebrauchswohnung?

In Zeiten wohnungspolitischer Debatten, der Einführung der Mietpreisbremse, Gentrifizierung und immer beliebter werdenden alternativen Wohnformen zeigt das ZKM I Karlsruhe mit dem Projekt "Dammerstock – Wohnen 100" Perspektiven und Wohnerfahrungen der Bewohner der Bauhaus-Siedlung. Die Ausstellung gibt einen Einblick in den Alltag und das Private hinter den weißen Fassaden der Karlsruher Bauhaus-Siedlung und stellt Fragen nach Bedarf und Funktionalität aus heutiger Sicht.

Weitere Informationen: www.zkm.de

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