Während des Kalten Krieges mutierten Design und Architektur zu einem Spiegel des geopolitischen Kräftemessens zwischen den beiden Supermächten USA und UdSSR. Doch jenseits jeder politischen Differenzen gab es eine Gemeinsamkeit: Designer und Architekten beider Systeme waren mit denselben gesellschaftlichen Herausforderungen konfrontiert, arbeiteten an ähnlichen Gestaltungsfragen und nachhaltigen Lösungen für die Umwelt, entwickelten vergleichbare Ideen und entwarfen visionäre Projekte – die oft nicht über das Stadium des Experiments oder Prototyps hinauskamen. Zudem gab es einen regen Austausch durch den "eisernen Vorhang" hindurch, über verschiedenste Plattformen wie Ausstellungen, Kongresse, Workshops und Symposien, Fachpublikationen und nicht zuletzt persönliche Kontakte, die durch eine vernetzte künstlerische Praxis entstanden.
Die Ausstellung entfaltet ein Kaleidoskop von realisierten und visionären Gestaltungsentwürfen, die sich dem öffentlichen und privaten Raum widmen. Das Spektrum der Ideen reicht von futuristischen Interieurs für Hotels oder eine Präsidentenlounge am Flughafen über die visuelle Kommunikation für sportliche Wettkämpfe oder Festivals im öffentlichen Stadtraum, die idealtypische Einrichtung für die neuen Wohnungen, repräsentative Textilien oder künstlerische Glasinstallationen für Handelsmessen, Rekonstruktionen visionärer Architekturen sowie kybernetischer Wohnräume.
Weitere Informationen: www.smb.museum