AIV zu Berlin-Brandenburg: Preisträger des Schinkel-Wettbewerbes 2022 stehen fest

Der Schinkel-Wettbewerb des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. In diesem Jahr bestand die Wettbewerbsaufgabe darin, neue Ideen für das Areal der ehemaligen Futterphosphatfabrik unter dem Titel "Ressource Rüdersdorf – neu aufgemischt" zu finden.

Schinkelpreis Aufgabengebiet

In den verschiedenen Fachsparten waren unterschiedliche Aufgabenstellungen zu lösen: Ein Zukunftslabor für neue Wohn- und Arbeitsformen wurde im Städtebau gefordert. In der Landschaftsarchitektur sollten Freizeit und Naherholung mit Kunst und Kultur, aber auch mit Natur- und Klimaschutz verbunden werden. Als Architekturentwurf war ein Vorschlag für einen Kultur-Reaktor als Keimzelle des neuen Kreativquartiers gefragt, und für die Ingenieure war eine neue Seilbahn zu konstruieren, die das neue Quartier mit dem Rüdersdorfer Ortskern verbindet und den Tagebau mit 1.000 m überspannt.

Schinkelpreis Städtebau

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: "Schon im letzten Jahr hatten wir eine hohe Qualität der Arbeiten zu verzeichnen. In diesem Jahr wurde diese nochmal übertroffen. An der Bearbeitungstiefe der eingereichten Arbeiten konnten wir erkennen, dass viele Teilnehmer sich interdisziplinär zusammengeschlossen und die Aufgaben mehrerer Sparten bearbeitet haben. Auch die Auszeichnung dieser Kooperationsarbeiten erfolgte spartenübergreifend. Damit zeigte sich, dass unsere Idee zur Förderung von Kooperationen verschiedener Disziplinen von Studierenden und Absolventen gerne aufgegriffen wurde."

Schinkelpreis Architektur

Eingegangen waren insgesamt 123 Beiträge, von denen elf Arbeiten ausgezeichnet wurden. Gerber und Abée: "Die beiden Schinkelpreise der Architektur und des Städtebaus zeigen die Vielseitigkeit der eingereichten Arbeiten. Die Städtebau-Jury zeichnete eine in allen Maßstäben überzeugend formulierte Arbeit aus. Die Architektur-Jury vergab den Preis an eine poetische Utopie: Die green machine baut die Industrieruinen zu einem natürlichen Habitat um, aus dem der Mensch sich vollständig zurückgezogen hat." Insgesamt wurden in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von 28.700 Euro vergeben.

Übersicht der Preisträger

Fachsparte Architektur:

green machine
Schinkelpreis
Flo Berrar (Akademie der bildenden Künste, Wien), Johannes Anselmann (HfT Stuttgart)

Alles Bleibt Anders
1. Diesing-Preis gestiftet von der Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung + Sonderpreis Brandenburg gestiftet vom Brandenburgischen Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung (MIL)
Niels Striby, Merve Simsek, Helene Merkle, Thomas Ederer (Karlsruher Institut für Technologie)

Zukunftsfabrik
2. Diesing-Preis gestiftet von der Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung + Anerkennungsprämie der Gemeinde und WBG Rüdersdorf
Ing-Kerrin Ziegler, Katrina Westphal (Hafencity Universität Hamburg)

cadavre /// ressuscité
ein 3. Diesing-Preis gestiftet von der Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung
Dario Kraus (Hochschule Bochum)

ruins stage
ein 3. Diesing-Preis gestiftet von der Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung + Sonderpreis Denkmal und Handwerk gestiftet vom Verein Restaurator Im Handwerk
Thomas Obmann (Hochschule Darmstadt)

Fachsparte Städtebau:

Klimadienst
Schinkelpreis
Jan Tondera, Daniel Klaus, Chris Philipp (Hochschule für Technik, Stuttgart)

Bauhausdorf
Sonderpreis Städtebau gestiftet von der BAUWENS-Gruppe
Paul Uffrecht, Tim Machau (TU Dresden)

Fachsparte Landschaftsarchitektur:

subsTanz
Schinkelpreis + Reisestipendium der Hans-Joachim-Pysall-Stiftung
Wen Chen, Julia Theis (Leibniz Universität Hannover)

Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau:

creation hub
Sonderpreis für herausragende Ingenieurleistung gestiftet von der Berliner Baukammer
Peer Röder, Milena Louisa Müller, Philip Mein (Hochschule Wismar)

schwebend leicht
Sonderpeis für Kooperation gestiftet vom VBI (Verband Beratender Ingenieure)
Fabian Gutheil, Zhanat Keneeva, Keanu Schwenke, Tom Witry (TU Berlin)

Fachsparte Freie Kunst:

Vagabund
Sonderpreis Kunst gestiftet von der Hans und Charlotte Krull Stiftung
Jakob Ketzel (UdK Berlin)

Weitere Informationen: www.aiv-berlin-brandenburg.de

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