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AIV Aschaffenburg: 1. Aschaffenburger Wohnungsbauforum

(in: BAUKULTUR 2_2017, S. 12)

Am 30.11.2016 veranstaltete der AIV Aschaffenburg das 1. Aschaffenburger Wohnungsbauforum. Rund 130 Teilnehmer diskutierten über die Möglichkeiten und Notwendigkeiten zur Förderung des Wohnungsbaus im Raum Aschaffenburg. Abschließend positionierte sich der AIV Aschaffenburg in einer Erklärung.

Der Wohnungsmarkt im Verdichtungsraum Aschaffenburg ist angespannt. Trotz starker Baukonjunktur ist auch in den nächsten Jahren mit einem großen Bedarf an preisgünstigem Wohnraum zu rechnen. Die Bevölkerungsentwicklung verläuft positiv, auch weil Aschaffenburg in der Metropolregion Frankfurt RheinMain hervorragende Zukunftschancen eingeräumt werden.

Das 1. Aschaffenburger Wohnungsbauforum diskutierte aus den Blickwinkeln der Architektur, der Stadtplanung, des konstruktiven Ingenieurbaus/ Tragwerksplanung und der Landschaftsarchitektur. Mitglieder des AIV Aschaffenburg hielten Impulsreferate aus ihrer jeweiligen fachlichen Sicht. Auf dem Podium saßen Stefan Seitz, Seitz Architektur, Aschaffenburg, Dirk Kleinerüschkamp, Stadtplanungsamt Aschaffenburg, Dr. Stefan Kempf, Ingenieure Wombacher-Kempf-Hondl, Aschaffenburg, Günter Vogt, Trölenberg + Vogt Landschaftsarchitekten, Aschaffenburg. Bernd Keßler, Vorsitzender des AIV Aschaffenburg und Stadtentwicklungsreferent der Stadt Aschaffenburg, führte in das Thema ein. Die Moderation übernahm Armin Eisert, früherer Geschäftsführer der IHK Aschaffenburg.

AIV Aschaffenburg
Teilnehmer des 1. Aschaffenburger Wohnungsbauforums (v.l.n.r.): Bernd Keßler, Armin Eisert, Stefan Seitz, Dirk Kleinerüschkamp, Dr. Stefan Kempf, Günter Vogt

Erklärung des AIV Aschaffenburg anlässlich des 1. Wohnungsbauforums am 30.11.2016

  1. Wohnungsbau ist Daseinsvorsorge und kann daher nicht allein dem Marktgeschehen überlassen bleiben.
  2. Wohnungsbau ist mehr als Behausung. Er muss den Bewohnern dienen. Es braucht daher Häuser und Gärten, in denen sich auf lange Zeit gesund und in Frieden leben lässt.
  3. Die Grundrisse der Wohnhäuser müssen wieder das Wohnen auf geringerer Wohnfläche ermöglichen.
  4. Wohnungsbau ist auf Dauer angelegt und verlangt daher Gebäude und Materialien, die alterungsfähig und wandelbar sind.
  5. Die Siedlungsflächen in Städten und Gemeinden sind begrenzt. Es muss daher dichter gebaut werden! Dichte bedeutet aber, besondere Sorgfalt auf die Gestaltung des Wohnumfeldes zu legen.
  6. Städtebauliche Dichte verlangt gute Architektur.
  7. Die Unübersichtlichkeit und Anzahl der Gesetze und Normen müssen eingedämmt werden.
  8. Wohnungsbau hat einen hohen Preis. Statt durch isolierte Betrachtung und Optimierung einzelner Aspekte die Kosten weiter zu erhöhen, müssen technische, organisatorische und energetische Anforderungen durch ihr Zusammenwirken gute Gebäude erzeugen, die langfristig und damit auch nachhaltig nutzbar sind.
  9. Guter Wohnungsbau gelingt nur durch das konstruktive Zusammenwirken von Politik, Stadtplanung, Architekten, Landschaftsplanern, Fachingenieuren und Handwerk.

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