Wahl des neuen Präsidiums
Der DAI-Tag 2025 fand am 24. und 25.Oktober in Würzburg statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurde das Präsidium des DAI neu gewählt. Zur neuen Präsidentin des DAI wurde einstimmig Prof. Dr.-Ing. Kathy Meiss gewählt. Sie war zuvor DAI-Vizepräsidentin und folgt auf Arnold Ernst, der den DAI sechs Jahre erfolgreich leitete. Ernst und seine Vorstandskollegin Marion Uhrig-Lammersen hatten nicht mehr erneut für den Vorstand kandidiert.
Mit Prof. Meiss übernimmt eine ausgewiesene Expertin für konstruktiven Ingenieurbau die Führung des traditionsreichen Dachverbands. Die 54-jährige gebürtige Frankfurterin ist Professorin für Brückenbau und Spannbeton an der Hochschule für Technik Stuttgart und geschäftsführende Gesellschafterin der Ingenieurgesellschaft Meiss Grauer Holl ebenfalls in Stuttgart. Sie ist zudem Prüfingenieurin für Bautechnik und engagiert sich seit vielen Jahren im AIV Stuttgart, zuletzt als 2. Vorsitzende.
Zur Seite stehen ihr künftig Dipl.-Ing. (FH) Johannes van Horrick M.A. als Vizepräsident und Dipl.-Ing. (FH) Benjamin Schneider als Schatzmeister. Van Horrick ist Fachbereichsleiter der Technischen Verwaltung der Stadt Bad Hersfeld und Geschäftsführer der Wirtschaftsbetriebe Bad Hersfeld GmbH, Schneider ist Stadt- sowie Stadtbaurat der Stadt Würzburg.
Mit der neuen Führung stellt sich der DAI zukunftsorientiert auf, er will seine Rolle als Stimme einer verantwortungsvollen Baukultur weiter ausbauen und das Zusammenwirken von Architektinnen, Ingenieuren und allen am Bau Beteiligten stärken.
Kurzer Bericht übers 86. Verbändegespräch
Im November fand das 86. Verbändegespräch in Berlin statt, eine Veranstaltung, zu der alle in der Baubranche relevanten Verbände Vertreter entsenden, um übergreifende berufspolitische Themen zu besprechen und gemeinsame Positionen vor allem der Bundespolitik gegenüber zu entwickeln. Gastbegeber war die Bundesingenieurkammer.
Themen waren der aktuelle Sachstand zur HOAI, die Sorge um Rückgang der Investitionen im Bauwesen in den kommunalen Haushalten, Positionen zur Überarbeitung der EU-Vergaberichtlinien, der Aufbau gesetzlicher Mitgliedschaften in den Länderingenieurkammern. Weiterhin wurde über den Sachstand der 2. („große“) Baurechtsnovelle informiert und es wurde die über beiden aktuellen Themen Bauturbo, Gebäudetyp E informiert.
Zudem wurde die Änderung des Curriculums und der Bezeichnung für den bisherigen Ausbildungsberuf des Bauzeichners begrüßt, der angepasst an die neuen digitalen Herausforderungen für die Berufsausübung nun als „bautechnischer Konstrukteur“ bezeichnet werden wird. Nicht nur sei dieser Beruf für die Planungsbürosvon großer Bedeutung, die Reform des Berufsbildes dazu sei auch im Interesseder Nachwuchsgewinnung wichtig.
Herr Poetzsch, der neue Präsident des BDA, stellte ein Positionspapier als Angebot zur Zusammenarbeit an politische Entscheidungsträgerinnen und -träger auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene vor.
Das nächste Verbändespräch ist im Frühjahr dieses Jahres geplant.