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DAI Blickpunkt

Neuinterpretation bewährter Formen
(in: BAUKULTUR 6_2018, S. 12-13)

Gegründet im August 2005, gehört die DWB Bau GmbH als Tochtergesellschaft der DWB Holding GmbH heute zu den erfolgreichsten und leistungsstärksten Baudienstleistern in der Hauptstadt Berlin. Das Unternehmen hat es sich zur Aufgabe gemacht, Gebäude nicht nur zu „sanieren“, sondern zu „erhalten“ und dabei den Charme sowie die Bedeutung eines Bauwerks in moderner Form darzustellen. DAI Präsidiumsmitglied Marion Uhrig-Lammersen sprach mit Dennis Wisbar, dem Geschäftsführer der DWB Holding GmbH.

DWB Gaerten der Welt
In den „Gärten der Welt“ sind insgesamt 63 Wohnungen mit barrierefreiem Zugang und hochwertiger Ausstattung entstanden

Herr Wisbar, wann immer man Sie spricht oder durch Zufall trifft, Sie sind immer beschwingt und haben ein Lächeln auf dem Gesicht. Macht Bauen denn überhaupt keine Probleme?
Zunächst einmal bin ich bemüht, wenn ich mal nicht gut drauf bin, es mir nicht anmerken zu lassen. Denn warum soll ich meine Mitarbeiter oder andere Menschen mit Problemen belasten, die sie nicht betreffen. Aber die gute Laune überwiegt tatsächlich. Jetzt, da Staatssekretär Gunther Adler im Amt bleibt, sowieso. Zu den Problemen beim Bau – wieviel Zeit haben Sie? Scherz beiseite. Das Bauen ist nicht das Problem. Das Problem sind eher die zähen Verfahren bei der Bereitstellung von Baurecht und die Lauferei zu Behörden und Ämtern. Aber ich denke, da erzähle ich nichts Neues.

Sie sprechen von Berlin?
Die DWB hat innerhalb von zwei Jahren in Alt-Hohenschönhausen ein Mehrgenerationenhaus mit 39 Wohnungen, Gewerberaum und einem Treffpunkt für Jung und Alt errichtet. In ruhiger Lage mit sehr guter Anbindung zum Zentrum von Berlin. Das ist ein Beispiel für gute und schnelle Zusammenarbeit auf allen Ebenen. Ich bin ein Freund von Mehrgenerationenhäusern. Es ist aber wichtig, dass sich die Bewohner darüber im Klaren sind, welche Pflichten und Rechte sie in einem solchen Haus haben. Aber auch für mögliche Auseinandersetzungen in solchen Fällen können wir gute Mediatoren empfehlen. Für das Projekt in Alt-Hohenschönhausen war es uns wichtig, dass für die Altersmischung genug Raum ist und vor allem die Barrierefreiheit beachtet wurde. Wir haben hier sehr gute Erfahrungen gemacht.

DWB Zechliner Strasse
Mehrgenerationenhaus in Berlin-Hohenschönhausen

Das war jetzt ein Beispiel für die gute Laune des Bau-unternehmers. Was treibt den Bauunternehmer in schlechte Laune?
Ein Beispiel: Wir beschäftigen uns zurzeit mit Baugrundstücken im Umland von Berlin. Da haben wir ein wunderbares Grundstück, wollen bauen und kommen nicht voran. Der Anstoß dazu, für diejenigen Eigentum zu schaffen, die einen weniger dicken Geldbeutel haben, kam von Staatssekretär Gunther Adler aus dem Bauministerium. Ich hatte die Gelegenheit, mich mit ihm auszutauschen. Das Thema Wohneigentumsbildung für Familien mit Kindern liegt ihm am Herzen. Er hat Recht. Ich möchte in der Tat genau solche Eigentumswohnungen im Umland von Berlin-Brandenburg – um es genauer zu sagen in Brandenburg – bauen. Aber hier weht mir ein Wind entgegen bzw. die Türen werden für weiterführende Gespräche gar nicht erst geöffnet.

Sie wandern quasi von der Großstadt ins Umland. Warum?
Ich selbst bin auch kein Großstädter. Ich mag es, ein „erreichbares“ soziales Umfeld zu haben. Für meine Kinder finde ich das Leben am Stadtrand sehr angenehm. Es ist weniger hektisch, und das Nachbarschaftsleben mit anderen Kindern ist eben anders als in einer großen Stadt. Übrigens könnte ich mir auch gerade im Umland von Großstädten Mehrgenerationenhäuser vorstellen. Wenn man älter ist, will man doch auch noch dort sein, wo etwas los ist und nicht nur den ganzen Tag vor dem Fenster sitzen oder Kaffee trinken!

Herr Wisbar, wir danken Ihnen für das Gespräch!


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