Dynamisch-fließendes Gewebe

Bürogebäude in Berlin
(in: BAUKULTUR 1_2020, S. 22-23)

Auf einem rund 464 m² großen Eckgrundstück im Berliner Bezirk Pankow errichteten Tchoban Voss Architekten einen Büroneubau, dessen expressiv-lebhafte Fassade mit ihrer geschosshohen, quadratischen Gitterstruktur aus hellen Architekturbeton-Fertigteilen sofort ins Auge fällt.

Modernes Büro-Business-Center
Der Baukörper umfasst 6 Geschosse, die pro Mieteinheit als flexible Kombinationen aus Großraum- und Einzelbüros, als Konferenz- und Meetingräume oder als Coworking-Spaces genutzt werden können. Im Erdgeschoss befindet sich eine Büroeinheit mit Besprechungsbereichen und Open-Space-Arbeitsplätzen. Das oberste Geschoss ist straßenseitig um ca. 1,60 m zurückgestaffelt. Die Dachfläche, die über das 5. Obergeschoss erschlossen wird, ist begrünt und teilweise als Dachterrasse ausgebildet. Das Untergeschoss ist für PKW-Stellplätze, Fahrradstellplätze und Technikräume vorgesehen.

Verortung
Der auf dem Eckgrundstück zwischen Greifswalder Straße und Heinrich-Roller-Straße gelegene Neubau folgt straßenseitig der Bauflucht und schließt unter Einhaltung der Abstandsflächen im Hof und unter Ausnutzung der maximalen Bebauungstiefe an die Brandwände der Nachbargebäude an. Um die Abstandsflächen einzuhalten, sind das 4. und 5. Obergeschoss hofseitig ebenfalls zurückgestaffelt. Alle Neubereiche schließen mit Flachdächern ab.

Fassaden
Die straßenseitigen Fassaden bestehen im Erdgeschoss aus großformatigen Isolierverglasungen in Pfosten-Riegel-Konstruktion. Vom 1. bis zum 4. Obergeschoss bauen sie sich in einem quadratischen Raster aus Architekturbeton auf. Die in sich leicht gedrehten Pfeiler und Geschossdeckenbänder treffen sich abwechselnd entweder auf einem Hoch- oder einem Tiefpunkt und formen auf diese Art ein zusammenhängendes, dynamisches, organisch fließendes Gewebe. An den Hochpunkten der Gitterstruktur tritt die Fassade 50 cm über die Baufluchtlinie hervor. Die Hoffassaden sind als Putzfassaden mit umlaufenden Fensterbändern mit Metallgeländer ausgebildet. Eine zurückhaltend gestaltete Glasfassade im Dachbereich bildet den klaren, ruhigen Gebäudeabschluss.

Erschließung
Das Gebäude wird an der Heinrich-Roller-Straße über ein repräsentatives Foyer erschlossen. Als besonderes Designelement ist im Eingangsbereich die Beleuchtung in die Decke integriert. Hinterleuchtete Schaukästen dienen der Ausstellung von Kunstwerken.

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