Gutex: Schwer entflammbare Aufstockung

Die neu aufgesetzten Geschosse springen zum Bestand leicht zurück und werden in einem hellen Grau von der ansonsten überwiegend weißen Putzfassade elegant abgesetzt (Foto: GUTEX, Martin Granacher)

Nachhaltiges Wohnen in ehemaliger Kaserne in Villingen-Schwenningen
(in: BAUKULTUR 3_2020, S. 36)

Die Nachverdichtung bestehender Gebäude ist unter den Aspekten des allgemeinen Wohnungsmangels und der Nachhaltigkeit sinnvoll. Mit dem Abzug der französischen Truppen bot sich der Stadt Villingen-Schwenningen die Chance, aus dem ehemaligen Kasernenstandort Mangin eine attraktive Adresse zum Arbeiten und Wohnen zu schaffen. In diesem Rahmen werden die Zeilenbauten aus den 1930er Jahren durch die WBG (Wohnungsbaugesellschaft Villingen-Schwenningen mbH) an der Kirnacher Straße, Ecke Dattenbergstraße, aufgestockt und um ein neues Dachgeschoss ergänzt.

GUTEX Ref Kaserne VS 1

Vorteil Holzbau
„Beim Bau der neuen Dachgeschosse fiel unsere Wahl auf den Holzfertigbau, da wir in einer waldreichen Gegend leben und es vergleichsweise viele kompetente Unternehmen im Bereich des Holzbaus gibt, welche die benötigten Bauteile regional (vor)fertigen und aufrichten. Das spart Zeit und Transportkosten und macht ökologisch durchaus Sinn“, erklärt Architekt Bernd Behnisch. „Jeder eingesparte Transportkilometer bzw. Kubikmeter Stahlbeton sowie eine Sanierung anstelle eines Neubaus leistet ein Beitrag zur Nachhaltigkeit“. Ein weiterer Vorteil des Holzbaus ist das geringe Eigengewicht des Baustoffs. So konnten ggf. notwendige weitere statische Maßnahmen eingespart werden.
Keine 10 km von der Baustelle entfernt werden im Werk des Holzbauspezialisten Brüninghoff die Holzrahmenelemente vorgefertigt. Dank der direkten Nähe zum Schwarzwald kann hier auf kurzem Weg ressourcenschonend regionales Holz für die Wand- und Deckenelemente verwendet werden. Während die Decken in Massivholz ausgeführt werden, sieht der Wandaufbau ein Holzständerwerk mit 8/20 KVH-Ständern im Raster von 62,5 cm vor. Ausgedämmt wird das Ständerwerk mit Mineralwolle. Nach außen schließt die 60 mm dicke Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist wall die F-90 Konstruktion ab. Nach innen werden die Wände mit 22 mm OSB beplankt.
Da die neuen Dachgeschosse in die Gebäudeklasse 5 fallen, muss u. a. die Außenbekleidung mindestens schwer entflammbar sein. Hier kann die neue schwer entflammbare und nicht glimmende Holzfaserdämmplatte GUTEX Pyroresist wall ihre Vorteile voll ausspielen, um den Wandaufbau einfach und damit kostengünstig zu halten sowie die Schnittstellen der Gewerke zu minimieren.

Stoßsicher und maßgenau
Die neuen Holzfaserdämmplatten sind im Trockenverfahren hergestellt und werden wie herkömmliche holzfaserbasierte WDVS montiert. GUTEX Pyroresist wall Platten sind 1.800 x 600 mm groß und besitzen eine Nut/Feder-Profilierung. Dank ihrer Stoßsicherheit und Maßgenauigkeit sind die hydrophobierten, winddichtenden Platten einfach zu verarbeiten. Bei der Verwendung als Putzträgerplatte im GUTEX Wärmedämmverbundsystem sind keine zusätzlichen Brandschutzriegel erforderlich – so kann die Fassade in Villingen zügig realisiert werden.

Fassadengestaltung
Die neu aufgesetzten Geschosse springen zum Bestand leicht zurück und werden in einem hellen Grau von der ansonsten überwiegend weißen Putzfassade elegant abgesetzt. Durch die klare Bauteilfuge können zudem in den Bauteilen Risse im Putz vermieden werden. Große vorgesetzte Balkone erhöhen den Wohnwert zusätzlich.

GUTEX Holzfaserplattenwerk
H. Henselmann GmbH + Co KG
Gutenburg 5
79761 Waldshut-Tiengen
www.gutex.de

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