AIV zu Berlin-Brandenburg: Preisträger des Schinkel-Wettbewerbes 2021 stehen fest

Die Preisträger des 166. AIV-Schinkel-Wettbewerbes stehen fest. Der Architekten- und Ingenieurverein zu Berlin-Brandenburg (AIV) hat den Förderwettbewerb für junge Leute bis 35 Jahre dieses Mal ausgelobt, um neue Ideen für den Berliner Westhafen und Großmarkt unter dem Titel „grossWEST – Stadt als Ressource: Die Versorgung Berlins“ zu finden.

AIV Berlin Brandenburg

Die Aufgabenstellungen für die Teilnehmer wurden in den Fachsparten Architektur, Städtebau, Landschaftsarchitektur, Verkehrsplanung, konstruktiver Ingenieurbau und Freie Kunst bearbeitet. Der Schinkel-Wettbewerb zählt zu den bekanntesten und ältesten deutschen Nachwuchspreisen. Insgesamt werden dieses Jahr Preisgelder in Höhe von fast 30.000 Euro vergeben.

Gesche Gerber und Ernst-Wolf Abée, Vorsitzende des AIV-Schinkel-Ausschusses: „Das Wettbewerbsgebiet liegt am Westhafenkanal zwischen Putlitzbrücke und Charlottenburger Verbindungskanal. Der Westhafen und der Berliner Großmarkt können als "geheime Orte" be­zeichnet werden. Trotz verkehrsgünstiger und relativ zentrumsnaher Lage sind die bau­­lichen Strukturen und die Bedeutung für die Ver- und Entsorgung der Stadt den meisten Berlinern unbekannt.“ Die Berliner Großmarkt Gesellschaft (BGM) wie auch die BEHALA als Betreiber des Westhafens sind bestrebt, die Wahrnehmung ihrer Einrichtungen in der Stadtgesell­schaft zu erhöhen. Das Hafenfest zum 100. Geburtstag ist für das Jahr 2023 vor­ge­sehen. Aufgrund der expandierenden Metropole stehen beide Landesbetriebe unter hohem Wachstumsdruck, zusätzliche Grundstücksflächen stehen jedoch nicht zur Verfügung. Aus den funktionalen, baulichen und logistischen Anforderungen der beiden Institutionen am gemeinsamen Standort und den Herausforderungen eines nachhaltigen Stadtumbaus entstehen vielfältige Fragestellungen, die es zu lösen galt.

Gerber: „Die hohe Komplexität des Ortes hat den Teilnehmern einiges abverlangt, wohl aber auch motiviert. So gab es einige interdisziplinäre Gruppen, die die Aufgaben mehrerer Fachsparten bearbeitet haben und so das Planungsthema nahezu vollumfänglich angegangen sind.“

Tobias Nöfer, AIV-Vorsitzender, ergänzt: „Im Städtebau-Manifest für Berlin-Brandenburg, das der AIV aus dem Projekt "Unvollendete Metropole" entwickelt und gerade gemeinsam mit zehn weiteren Verbänden vorgestellt hat, haben wir genau das im Punkt 8 gefordert: Großprojekte sorgfältig mit der vorhandenen Stadt vernetzen! Die diesjährigen Arbeiten des Schinkel-Wettbewerbes zeigen durch die Weiterentwicklung von Berliner Großmarkt und Westhafen, wie das gehen kann.“

Eingegangen waren insgesamt 90 Beiträge von jungen Planern, von denen 14 ausgezeichnet wurden. Abée: „Aufgrund der hohen Qualität der Beiträge, über die wir uns besonders gefreut haben, wurden in diesem Jahr neben den Preisen auch diverse Anerkennungen ausgesprochen.“

Übersicht der Preisträger des AIV-Schinkel-Wettbewerbs

Fachsparte Architektur:

„BAUKREIS“: Schinkelpreis
und Sonderpreis, gestiftet vom Verband Restaurator im Handwerk e.V.
Felix Hauff, René Dapperger (Universität Stuttgart)

„Dock of Berlin“: 1. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Johanna Kuder, Judith Blatter, Katharina Straub (HTWG Konstanz)

„Inkore Berlin”: 2. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Cornelius Menzel (TU Berlin)

„GROSSWEST-AREAL“: 3. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
und Sonderpreis, gestiftet vom Verband Beratender Ingenieure (VBI), Landesgruppe Berlin-Brandenburg
Anna Kuretzky, Jonathan Schmalöer, Conrad Risch, Jonas Läufer (RWTH Aachen und TU München)

„Berlin between green”: 3. Diesing-Preis, gestiftet über die Karl-Friedrich-Schinkel-Stiftung des AIV
Michelle Kaszàs, Tanyel Yelkenkayalar (HTWG Konstanz)

Fachsparte Städtebau:

„Drüber und Drunter“: Schinkelpreis
und Reisestipendium der Hans-Joachim Pysall-Stiftung
Arne Markuske, Jonathan Hertling, Robert Ritzel (BTU Cottbus-Senftenberg, TU Berlin)

„großMARKT großSTADT“: Anerkennung
Jan Oliver Dröge-Rothaar (TU Dortmund)

„Weiche Schale, harter Kern“: Anerkennung
Benedict Hofmann, Isabel Ohorn, Simon Denkinger (HTWG Konstanz)

„EATucation“: Anerkennung
Mona Ebelt, (TH Köln)

Fachsparte Landschaftsarchitektur:

„terra.fluida.“: Schinkelpreis
Marcel Tröger, Magnus Hehlke (TU Berlin, University of Copenhagen)

„Brücke der drei Ufer“: Anerkennung
Stephanie Hansen, Tim Keller (Beuth-Hochschule für Technik Berlin)

„StadtOuverture“: Anerkennung
Tobias Grünewald, Lorenza Manfredi, Jannis Schiefer (TU Berlin, Politecnico di Milano, Universität Kassel)

Fachsparte Konstruktiver Ingenieurbau:

„Weitblick“: Anerkennung
Paul Merz, Niklas Petersen, Sofia Moissiadis (TU Berlin)

Fachsparte Freie Kunst:

„Das Tau“: Anerkennung
Mario Lindner (BTU Cottbus)

Weitere Informationen: www.aiv-berlin-brandenburg.de

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