Sehen – Denken – Bauen | Ein Versuch, die Ursachen für Fehlentwicklungen aufzuzeigen und Wege zu einer neuen Baukultur zu finden

Dipl.-Ing. Gerd Schnitzspahn (1943 - 2016), langjähriger Vizepräsident des DAI

Architektur und Baukultur lautet das Motto einer Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Bauen und  Wohnen, die in der Gründung der Stiftung Baukultur münden soll.

Beide Begriffe sind in ihren Definitionen häufig umstritten. Architektur ist schon im ursprünglichen antiken  Wortsinn ein umfassender und vielschichtiger Begriff. Von seinen zwei altgriechischen Wortwurzeln bezeichnet die eine (arch-) das Anfangen, Anführen und Unternehmen, die andere (tekton) das Erfinden, Hervorbringen, Verfestigen, Bilden und Bauen. Im Begriff Architektur vereinigt sich folglich eine ganze Summe schöpferischer Tätigkeiten, die speziell in einem Objekt ihren Niederschlag finden müssen.

In der Geschichte vor dem 19. Jahrhundert war das Planen und Bauen vor allem geprägt von vorangegangenen Erfahrungen sowohl in der Stadt- als auch in der Gebäudegestaltung. Die vorhandenen Materialien und technischen Möglichkeiten im Rahmen der Naturgesetze setzten die Grenzen, in denen sich die historischen „Baumeister“ zu bewegen hatten. Der evolutionäre Fortschritt des Bauens ging sowohl was den Verbrauch der Landschaft und der Verschmutzung als auch den Zugewinn an neuen Erkenntnissen betraf, nur leicht linear ansteigend aufwärts. Als Störung des Lebensumfeldes wurde die Entwicklung nicht empfunden.

Lesen Sie den ganzen Beitrag als PDF, erschienen in der BAUKULTUR 7_2005

Informiert bleiben, Partner finden, Baukultur erleben!

Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. Mitgliederzeitschrift Mitglied werden