DAI Newsletter 5_2026
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BAUKULTUR 05/2026 |
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Liebe Mitglieder, liebe Freundinnen und Freunde des DAI, der zehnte Konvent der Baukultur am 10. und 11. Juni in Potsdam war für mich einer der prägenden Termine dieses Frühsommers. Zahlreiche Vorträge, Foren und Diskussionen gaben an beiden Tagen vielfältige Impulse zu den aktuellen Herausforderungen des Planens und Bauens. Mindestens ebenso bereichernd waren die vielen persönlichen Begegnungen und Gespräche. Sie haben einmal mehr gezeigt, wie sehr Baukultur vom fach- und disziplinenübergreifenden Austausch und vom gemeinsamen Ringen um gute Lösungen lebt. Über meine Eindrücke vom Konvent berichte ich weiter unten in dieser Ausgabe ausführlicher. Kurz nach Erscheinen unseres letzten Newsletters erreichte uns die traurige Nachricht vom Tod unseres Ehrenpräsidenten Jens Krause. Mit herzlichen Grüßen Prof. Dr.-Ing. Kathy Meiss |
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DAI Tag 2026Frankfurt a. M. | 5. – 7. November 2026Anmeldung Am 05. und 06. November 2026 findet die traditionelle Jahrestagung des DAI statt, die in diesem Jahr vom AIV Frankfurt organisiert wird. Veranstaltungsort für das Fachprogramm ist der Saalbau Gutleut (Rottweiler Straße 32, 60327 Frankfurt am Main). Geplant ist derzeit am Donnerstagnachmittag (ab 15:00 Uhr) mit der DAI-Mitgliederversammlung zu starten. Am Abend folgt ab 18:30 Uhr der Festakt zur Verleihung des "Großen DAI Preises für Baukultur" mit einem anschließenden Sektempfang für den kollegialen Austausch. Das Fachforum soll sich als Vortragsveranstaltung am Freitagvormitag der aktuellen Frankfurter Stadtentwicklung widmen. Nachmittags sollen im Rahmen von geführten „Urban Walks“ Objekte wie das Großprojekt FOUR, die Platensiedlung oder die Neue Altstadt besichtigt werden. Die Tagung endet ab 17:30 Uhr mit einem hessischen Ausklang in der Traditionskneipe „Das Gemalte Haus“. Weitere Informationen und den Link zur verbindlichen Anmeldung wird der kommende Newsletter enthalten. |
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| MAIV München |
Konvent der Stiftung Baukultur
Am 10. und 11. Juni fand am Schiffbauerdamm in Potsdam der zehnte Konvent der Baukultur statt. Zugleich feierte die Bundesstiftung Baukultur ihr 20-jähriges Bestehen. Mit mehr als 1.600 Besuchen an beiden Tagen verzeichnete der Konvent den bislang größten Zulauf, ein eindrucksvolles Zeichen dafür, wie groß das Interesse an der Qualität unserer gebauten Umwelt und an der gemeinsamen Gestaltung ihrer Zukunft ist.
Bereits der erste Tag, das „Basislager der Baukultur“, bot mit fünf parallel stattfindenden Foren ein außerordentlich vielfältiges Programm. Unter dem Titel „Handwerk und Gestaltung“ ging es um das Zusammenspiel von Entwurf, Planung und handwerklicher Umsetzung sowie um die Frage, wie Ausbildung, Studium und Praxis wieder stärker miteinander verbunden werden können. Die Baureduktionsplanung stellte dagegen bewusst die Frage, ob und wie viel überhaupt neu gebaut werden muss: Bauten vermeiden, Vorhandenes reparieren und vertraute Typologien neu denken lauteten die zentralen Ansätze.
Das vierte bundesweite Treffen der Gestaltungsbeiräte beschäftigte sich unter der Überschrift „Schneller und besser bauen“ mit einem Thema, das uns derzeit besonders bewegt: Wie lassen sich der berechtigte Wunsch nach Beschleunigung und der Anspruch an eine qualitätvolle, langfristig tragfähige Planung miteinander verbinden? Im Forum „Wie wohnen? Was bauen?“ wurde Wohnen nicht allein als Bereitstellung von Fläche, sondern als Gemeinwohlaufgabe und als Beitrag zu lebenswerten Quartieren und Nachbarschaften betrachtet. Das Forum „Baustoffe gestalten“ wiederum machte deutlich, dass die Materialwahl stets gleichzeitig konstruktive, ökologische, wirtschaftliche und ästhetische Fragen berührt.
Zu den programmatischen Höhepunkten gehörten auch die drei Keynotes. Der Psychiater und Neurourbanist Mazda Adli zeigte, wie unmittelbar die gebaute Umwelt, Stadtgrün und die Qualität öffentlicher Räume auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden wirken. Anna Heringer verband unter dem Leitgedanken „Form follows Love“ Gestaltung mit Maßstäblichkeit, Selbstwirksamkeit und einem verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Ressourcen. Vittorio Magnago Lampugnani wiederum stellte den engen Zusammenhang von Schönheit, Dauerhaftigkeit und Nachhaltigkeit in den Mittelpunkt. (Bundesstiftung Baukultur)
Am zweiten Tag wurde der neue Baukulturbericht 2026/27 „Gestalten – Prozesse, Bauen, Zusammenhalt“ vorgestellt und aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven kommentiert. Ein politisches Podium diskutierte die Verantwortung für Baukultur; die anschließende Generaldebatte nahm öffentliche Räume, die neue Umbaukultur, unsere Infrastrukturen und die Qualität der Gestaltung in den Blick. Damit wurde deutlich: Baukultur ist kein abgegrenztes Spezialthema. Sie betrifft die Art, wie wir Planungsprozesse organisieren, wie wir mit dem Bestand und unseren Ressourcen umgehen und welche Räume wir für gesellschaftliche Begegnung und Teilhabe schaffen.
Ergänzt wurde das Programm durch den Marktplatz der Initiativen, auf dem sich fast 60 Vereine, Gruppen und Netzwerke aus ganz Deutschland präsentierten, sowie durch die zehn gebauten Beiträge des Nachwuchswettbewerbs „30 m³ Baukultur“. Gerade zwischen den Vorträgen und Foren, auf dem Marktplatz und bei den gemeinsamen Veranstaltungen entstanden viele gute Begegnungen und Gespräche.
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Mittelrheinischer AIV Darmstadt
Exkursion in die Steiermark
Vom 14. bis 17. Mai 2026 reisten 24 Mitglieder des Mittelrheinischen Architekten- und Ingenieurvereins Darmstadt nach Graz. Nach individueller Anreise und Begrüßung durch Vorsitzenden Torsten Handke stand zunächst das Stadtentwicklungsgebiet Reininghaus auf dem Programm – auf 54 Hektar entsteht hier künftig ein neuer Stadtteil für rund 10.000 Menschen. Es folgte der Besuch des Science Tower, dem architektonischen Herzstück der Grazer Smart City.
Am zweiten Tag führte Prof. Harald Kainz die Gruppe über die Baustelle des Grazer Center of Physics, eines der größten Universitätsbauprojekte Österreichs. Anschließend empfing Gemeinderätin Christine Braunersreuther die Gäste im Rathaus der Partnerstadt Graz, bevor Besuche im Haus der Architektur und im Kunsthaus Graz folgten.
Der dritte Tag stand im Zeichen zweier Fachvorträge an der TU Graz: zum zentralen Speicherkanal, der die Mur deutlich entlastet, sowie zur neuen Koralmbahn zwischen Graz und Klagenfurt. Am Nachmittag besuchte die Gruppe das Weingut Domaine 1196 in Gamlitz mit Führung und Verkostung.
Nach individueller Rückreise am Sonntag zog die Reisegruppe eine rundum positive Bilanz der Exkursion.
| MAIV Darmstadt |
AIV Hildesheim
Der Architekten- und Ingenieurverein Hildesheim (AIV) hat einen neuen Vorsitzenden: Dirk Jäschke wurde im Rahmen der Jahreshauptversammlung am 15.04.2026 in dieses Amt gewählt und bedankt sich herzlich für das entgegengebrachte Vertrauen.
Dirk Jäschke ist seit rund 30 Jahren selbstständiger Innenarchitekt und eng mit seiner Heimatstadt Hildesheim verbunden. Dem AIV gehört er seit dem 22.09.2000 an, seit 2015 ist er im Vorstand aktiv.
Im Zuge der Jahreshauptversammlung schieden Susanne Elze, Simone Gerking und Walter Nothdurft aus dem Vorstand aus. Der Verein dankt ihnen herzlich für ihr langjähriges Engagement. Neu in den Vorstand gewählt wurden Wendy Weber, Sonja Pahlke und Annegret Tietje – der AIV freut sich auf die gemeinsame Zusammenarbeit.
Der Vorstand setzt sich künftig wie folgt zusammen:
1. Vorsitzender: Dirk Jäschke
2. Vorsitzender: Martin Kerkhof
Schriftführer: Roland Christen
Schatzmeister: Uve Völkner
Beisitzer/-innen: Franz Post, Kristina Müller, Wendy Weber, Sonja Pahlke, Annegret Tietje

Gemeinsam mit dem neu gewählten Vorstand möchte der AIV als lebendiger Treffpunkt für Austausch, Ideen und gemeinsame Aktivitäten weiterentwickelt werden. Bewährtes soll dabei erhalten bleiben – gleichzeitig ist der Vorstand offen für neue Impulse.
| AIV Hildesheim |
AIV Aschaffenburg
Rund 30 Mitglieder des Architekten- und Ingenieurvereins (AIV) Aschaffenburg besichtigten kürzlich die Baustelle des Ersatzneubaus der Mainbrücke Mainflingen im Zuge der A45. Die bestehende, Ende der 1970er Jahre errichtete Brücke genügt den heutigen Anforderungen des Schwerverkehrs nicht mehr und wird vollständig ersetzt.
Bildrecht A. Schlemmer
Der Neubau entsteht in mehreren Bauphasen unter laufendem Verkehr mit zwei getrennten Überbauten. Herzstück ist die Strombrücke über den Main – eine moderne Zügelgurtbrücke in Stahlverbundbauweise mit 135 Metern Hauptspannweite und rund 260 Metern Gesamtlänge. Die Vorlandbereiche werden durch Spannbeton-Durchlaufträger mit Stützweiten bis 50 Metern überbrückt.
Die Teilnehmer erhielten Einblicke in Bauablauf und technische Herausforderungen, insbesondere die komplexe Bauabwicklung auf einer der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Deutschlands. Besonderes Interesse fand die konsequente Anwendung der BIM-Methode: Planung, Ausschreibung, Ausführung und spätere Bewirtschaftung basieren auf einem durchgängigen digitalen Bauwerksmodell.
Die neue Mainbrücke wird rund 450 Meter lang, die Investitionen belaufen sich auf etwa 192 Millionen Euro. Die Fertigstellung ist für 2031 vorgesehen. Der AIV Aschaffenburg bedankt sich bei der Baufirma für die aufschlussreiche Führung.
Weitere Informationen finden Sie auch unter https://www.autobahn.de/planen-bauen/projekt/erneuerung-der-mainbruecke-mainflingen bzw. unter https://www.hoernig-bau.de/2024/10/29/aktuelles-mainbruecke-mainflingen/
| AIV Aschaffenburg |
AIV zu Berlin-Brandenburg
n der Reihe „Berliner Städtebaugespräche“ des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg (AIV) kommen bedeutende Protagonisten der Architektur und des Städtebaus sowie der Stadtentwicklung zu Wort – nachdenklich, ideenreich und stets klug. In der 5. Staffel die Architekten Inken Baller, Christoph Sattler und Sergej Tchoban sowie der Architekturhistoriker Wolfgang Schäche und der früherer Berliner Senator für Stadtentwicklung und Umweltschutz Volker Hassemer. Die Gespräche mit Rudolf Spindler vom Wasmuth Verlag zeugen von unterschiedlichen Positionen und Visionen darüber, wie Berlin mit seinen Bauten und Quartieren gestaltet wurde und in Zukunft entwickelt werden soll. Die Reihe thematisiert überdies die Schnittpunkte zwischen städtebaulicher Gestaltung und Zukunftsfragen wie Mobilität, Wohnungsmarkt und Klimawandel.
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| NOTIERT | Termine des Präsidiums |
| 16.09.2026 | nächste Sitzung des DAI Beirats |
| 05.11.2026 | Jahreshauptversammlung |
Sie werden in der kommenden Woche einen Newsletter mit allen Infos und den Anmeldemöglichkeiten zum DAI Tag 26 in Frankfurt im November ehalten. Ich hoffe, dass Sie uns gewogen bleiben und grüße herzlich,

Fabian Burns
Geschäftsführer
E-Mail: burns@dai.org
Telefon: 030 - 883 45 98
Der Verband Deutscher Architekten- und Ingenieurvereine e.V. (DAI) führt als Dachverband der Architekten- und Ingenieurvereine in Deutschland die Interessensgebiete und Tätigkeitsfelder von Architekten und Ingenieuren zusammen und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Förderung der Baukultur.
DAI Verband Deutscher Architekten- und
Ingenieurvereine e.V.
Bleibtreustr. 33, 10707 Berlin
Geschäftsführung
Fabian Burns
Vertretungsberechtigte Personen
Prof. Dr.-Ing. Kathy Meiss (Präsidentin)
Dipl. Ing. (FH) Johannes van Horrick M.A. (Vizepräsident)
Dipl. Ing. Benjamin Schneider (Schatzmeister)
Registergericht Berlin-Charlottenburg
Vereinsregisternummer.: 16443 B
Deutscher Bundestag Lobbyregister Registernummer: R002038
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Zum Tode von Jens Kraus |